Tipps zur Auswahl von Wellendichtungen

Wellendichtringe, auch Öldichtungen genannt, werden zur Abdichtung des Raums zwischen feststehenden und rotierenden Bauteilen verwendet. Sie verhindern Leckagen und verhindern, dass Verunreinigungen in das System gelangen. Es gibt verschiedene Arten von Wellendichtungen für ein breites Spektrum von Anwendungen. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über Radial Wellendichtringe und hilft Ihnen, die richtige Wahl zu treffen.

Wellendichtungstypen

Wellendichtungen werden nach DIN 3760 gefertigt. Die Außenseite des Wellendichtrings kann aus Gummi oder Metall bestehen, wobei ein Wellendichtring aus Gummi am häufigsten verwendet wird. Der Vorteil ist, dass sie nicht rosten, dass sie ein leicht unebenes Gehäuse viel besser abdichten können und dass sich der Gummi bei hohen Temperaturen schnell ausdehnt, so dass er gut passt. Eine metallische Wellendichtung ist im Allgemeinen kostengünstiger. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass Dichtung, Gehäuse und Welle gleiche Wärmeausdehnungseigenschaften haben. Eine übermäßige unterschiedliche Wärmeausdehnung kann bei Temperaturschwankungen im System zu Undichtigkeiten führen.

Es gibt drei Grundtypen mit unterschiedlichen Konstruktionsformen: A, B und C. Wenn die Wellendichtung eine Staublippe enthält, wird ein S hinzugefügt. Wenn es von zwei Seiten für zwei verschiedene Flüssigkeiten abdichtet, wird ein “D” hinzugefügt. Ein “O” in der Typenbezeichnung bedeutet keine Schraubenfeder.

Typ A/AS

Typ A wird hauptsächlich aus Gummi hergestellt. Dadurch wird sichergestellt, dass bei Temperaturschwankungen oder bei starker Rauheit der Gehäusebohrung keine Leckage auftritt. Typ AS hat eine zusätzliche Staublippe zum Schutz der Dichtkante vor Schmutz und Staub von außen.

Typ B/BS

Typ B hat ein Metallgehäuse. Um sicherzustellen, dass keine Leckage an der Außenseite auftritt, erfordern diese Dichtungen enge Toleranzen gegenüber dem Gehäuse. Typ BS hat eine zusätzliche Staublippe, um die Dichtung vor Schmutz und Staub von außen zu schützen.

Typ C/CS

Typ C ist ähnlich wie Typ B, jedoch mit einer zusätzlichen Verstärkungskappe. Dadurch ist die Wellendichtung für raue Betriebsbedingungen geeignet. Sie ist auch bei Wellendichtungen mit großem Durchmesser häufiger anzutreffen. Typ CS hat eine zusätzliche Staublippe, um die Dichtung vor Schmutz und Staub von außen zu schützen.

Typ AD/BD

Die Typen AD und BD haben zwei Dichtkanten, die es ermöglichen, zwei Flüssigkeiten zu trennen. Der Typ AD hat einen Verstärkungsring aus Metall, der mit Gummi überzogen ist, während der Typ BD eine Ganzmetallverkleidung hat. Der Typ AD hat dank einer größeren Presspassung eine hervorragende statische Abdichtung am Außendurchmesser und ist relativ einfach zu installieren. Der Typ BD hat einen sehr festen und präzisen Sitz im Gehäuse, dank der Metallpresspassung.

Typ AO/BO

Die Typen AO und BO sind ohne die Feder konstruiert, die die Dichtung auf der Welle festhält. Sie werden daher in der Regel bei kleineren Anwendungen mit Nadellagern oder bei Schmierung mit Fett eingesetzt.

Materialien

Die beiden am häufigsten verwendeten Werkstoffe für Wellendichtungen sind NBR und FKM. Wichtig bei der Wahl ist ein Blick auf die Tabelle zur chemischen Beständigkeit, um die chemische Verträglichkeit sicherzustellen.

  • NBR: Dieses Material ist in der Regel die beste Wahl für allgemeine Anwendungen. Es ist beständig gegen Schmieröl, Hydrauliköl und Wasser und eignet sich für Temperaturen zwischen -30°C und 100°C. Es ist jedoch nicht beständig gegen Säuren und Lösungsmittel. Die maximale Oberflächengeschwindigkeit der Welle beträgt bei NBR 12m/s.
  • FKM: Dieses Material ist die beste Wahl für Hochtemperaturanwendungen. Es ist für Temperaturen zwischen -20 und 200°C geeignet. Außerdem ist es widerstandsfähiger gegen Säuren und Lösungsmittel. Die maximale Oberflächengeschwindigkeit der Welle beträgt bei FKM 38m/s.
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